Frühe Eisheilige 2026: Polarwirbel schickt letzten Wintergruß | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Letzter Wintergruß? Polarwirbel schickt Eisheilige verfrüht

Das Wetter bleibt erst mal kühl im April. Und auch Anfang Mai ändert sich das Wetter kaum. Doch dann dreht sich die Wetterlage. Zu den Eisheiligen könnte es schon warm sein.

Play

Bis Ende April und in den Mai hinein scheint die Wetterlage schon fix zu sein. Es bauen sich Beton-Hochs auf, die den Jet blockieren und uns immer wieder Kaltluft schicken. Ein Beweis dafür waren die Schneeflocken am Montag in Norddeutschland.

Auch in der kommenden Woche geht es mit den relativ kühlen Temperaturen bei uns weiter, während in Spanien schon 30 Grad erreicht werden.

Frost und Sonne in Deutschland

Das Wetter in Deutschland ist nicht schlecht, wir bekommen viel Sonnenschein, vielleicht etwas zu wenig Regen und in der Sonne ist es warm. Aber morgens und abends bleibt es empfindlich kühl bis kalt. Bodenfrost oder gar leichter Luftfrost sind immer möglich in den Morgenstunden. Die Lage hält bis in die erst Maiwoche an, dann kippt es.

Eisheilige treten verfrüht auf

Die mittelfristigen Prognosen zeigen den anhaltenden Temperaturanstieg in Deutschland ab der zweiten Maiwoche sehr deutlich. Auch die Wetterlage sollte wechselhafter werden. Wir werden wieder mehr Regen bekommen und gleichzeitig sehr viel wärmere Luft aus Westen und vor allem Südwesten.

Advertisement

In Spanien und Portugal wird es hingegen etwas kühler.

Die Vorhersagen kann man so deuten, dass die Eisheiligen dieses Jahr früher kommen als sie im Kalender stehen. Und dafür gibt es auch gute Gründe.

Polarwirbel-Zusammenbruch und Signal aus den Tropen

Eine Erklärung, warum die Eisheiligen dieses Jahr eher zu früh dran sind, ist schnell gefunden. Denn der Polarwirbel ist dieses Jahr gut eine Woche früher als im Schnitt zusammengebrochen. Und dann kommt es ein paar Wochen danach zu einem Ausbruch kalter Luftmassen nach Süden. So könnte man den kühlen Witterungsabschnitt bis in die erste Maiwoche interpretieren. Polarwirbel bricht früher zusammen, dann kommen auch die Eisheiligen früher.

Wetterphänomen MJO begünstigt Hochdruck

Gleichzeitig gibt es aber auch noch ein starkes Signal aus den Tropen. Die Madden-Julian-Oszillation (MJO) ändert ihre Struktur und begünstigt im Mai dann eher Westwinde. Die MJO beschreibt die Zone der stärksten Gewitteraktivität im Indo-Pazifik. Von diesem Gewitter-Blob gehen atmosphärische Wellen aus, die auch unser Wettermuster beeinflussen können. Im Moment ist die MJO sehr stark und wahrscheinlich ein wesentlicher Treiber des Hochdrucks über Europa. Das ändert sich in der letzten Aprilwoche. Es dauert immer ein paar Tage, ehe die Wellen bei uns ankommen. Doch auch die MJO-Vorhersage deutet auf wechselhafteres Wetter und einen stärkeren Jet hin.

Dieses beiden Faktoren zusammen sind ein starker Hinweis auf das Wetter der kommenden Wochen. Es bleibt erst mal relativ kühl, trocken und sonnig, ehe ab der zweiten Maiwoche wieder die Westwinde das Wetterregime übernehmen.

Advertisement