Meteorologe: "Würde nicht auf die Eisheiligen setzen" | Weather.com
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Polarwirbel hält sich lange: "Würde nicht auf die Eisheiligen setzen"

Der Polarwirbel ist in diesem Winter ungewöhnlich schwach. Und so kommt es nächste Woche erneut zu einem Polarwirbel-Split.

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Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen spaltet sich der Polarwirbel entzwei. Und es ist erneut ein echter Split, mit zwei unabhängigen Wirbeln. "Für Nordamerika ist ein erneuter Wintereinbruch jetzt schon gesetzt", sagt Meteorologe Jan Schenk. Und auch auf die Eisheiligen 2026 hat der Polarwirbel einen entscheidenden Einfluss.

Polarwirbel-Split: Von Winter bis Frühling alles möglich

Für Europa ist die Prognose schwieriger, weil sie immer noch sehr sprunghaft ist. Von einem Wintereinbruch bis Frühlingswetter scheint alles möglich am zweiten Märzwochenende.

"Im schlimmsten Fall kann es sogar nochmal eine ganze Woche -5 Grad kalt werden in den Nächten. Und vielleicht auch nochmal mit Schnee", sagt Schenk. "Oder wir merken fast gar nichts von der Kälte – vielleicht etwas Frost. Das ist die Spanne, in der wir uns bewegen." Ob es nochmal für einen echten Wintereinbruch reicht, scheint aber eher unwahrscheinlich.

Wie lange hält sich der Polarwirbel noch?

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Erst sah es so aus, als würde der Polarwirbel schon im März sein Leben aushauchen. Das ist insofern relevant, weil das auch der Zeitpunkt für das "Final Warming", also die finale Erwärmung über dem Nordpol ist. Der Polarwirbel verschwindet dann und bildet sich erst Ende September wieder.

Doch das "Final Warming" sorgt auch nochmal für einen Kaltluftausbruch.

Was bedeutet das für die Eisheiligen 2026?

Der Polarwirbel hält sich länger als üblich in diesem Jahr. Damit fallen die Eisheiligen 2026 voraussichtlich komplett aus oder werden so schwach sein, dass man sie kaum bemerkt. "Das sagt zwar nichts über die Frostsicherheit im Frühjahr aus, aber auf die Eisheiligen würde ich dieses Jahr nicht setzen", sagt Schenk.

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