Bauernregel: Walburga am 25. Februar – ist der Frühling endlich nah? | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Bauernregel: Walburga am 25. Februar – ist der Frühling endlich nah?

Am 25. Februar ist der Tag der heiligen Walburga. Bringt sie endgültig den Frühling?

06.01.2026, Brandenburg, Jacobsdorf: Im Licht der aufgehenden Sonne glitzert Raureif, der sich über Nacht bei minus zehn Grad Celsius an einem Halm auf einer Wiese gebildet hatte. Foto: Patrick Pleul/dpa
Am 25. Februar ist der Tag der heiligen Walburga: "Walburgaschnee tut immer weh."
(Foto: Patrick Pleul/dpa)

"Sankt Burgel geht dem Winter an die Gurgel". Am 25. Februar ist der Tag der heiligen Walburga. Mit dem 25. Februar ist seit Jahrhunderten die Hoffnung verbunden, dass der Winter nun bald endgültig dem Frühling weicht und die helleren, wärmeren Tage beginnen: "Wenn sich Sankt Walburgis zeigt, der Birkensaft nach oben steigt."

Der Februar – ein Monat des Übergangs

Der Februar ist als Monat des Spätwinters ein Monat des Übergangs. Die ersten Frühblüher zeigen sich und manche Vögel kehren zurück. Doch auch Frost, Eis und Schnee geben noch oft ihr Stelldichein.

Schon seit Jahrhunderten versuchen Menschen daher, die Zeichen des Wetters im Februar zu deuten, um Rückschlüsse auf das nahende Frühjahr ziehen zu können. Kann man einer milden Wetterphase trauen? Werden Kälte und Schnee noch einmal mit voller Wucht zurückkehren? Welche Rückschlüsse lassen sich aus den Beobachtungen für die Landwirtschaft ziehen? Wie agiert man klug und bedacht, um Schäden auf dem Feld zu vermeiden?

Bauernregeln im Februar

Den Auftakt dieser Tage markiert Lichtmess am 2. Februar, das traditionell, besonders im katholisch geprägten Raum, das Ende der Weihnachtszeit markiert.

Advertisement

Am 24. Februar, nur einen Tag vor dem Tag der heiligen Walburga, ist der Matthias-Tag, der in der bäuerlichen Tradition als sogenannter Lostag gilt. Das Wetter an diesem Tag soll Hinweise für die das Wetter der kommenden Wochen liefern. Eine Bauernregel lautet: "Ist es an St. Matthias kalt, hat die Kälte noch lang Gewalt."

Ganz ähnlich deutet man auch den Tag der heiligen Walburga. Ist es an diesem kalt, so glaubten die Menschen, werde die Kälte noch lange anhalten. Oder, wie es der Volksmund formuliert: "Walburgaschnee tut immer weh."

Wer war Walburga?

Die heilige Walburga ist eine beeindruckende und wirkungsmächte Frau der Geschichte. 710 in England geboren, war sie eine angelsächsische Benediktinerin und Äbtissin und gilt als eine Nichte des heiligen Bonifatius. Als Missionarin kam sie nach Tauberbischofsheim und leitete ein mächtiges Doppelkloster. So wurde sie zu einer der bedeutendsten Frauen des christlichen Europas. Der 25. Februar 779 soll ihr Todestag gewesen sein, was aber als umstritten gilt. Sie soll zahlreiche Wunder wie Krankenheilungen vollbracht haben und gilt als Schutzheilige gegen Krankheiten und Seuchen, Tollwut, Hungersnot und Missernte sowie als Patronin der Kranken und der Wöchnerinnen, sowie der Bauern. Am 1. Mai (vermutlich 870) wurde sie heilig gesprochen, weshalb wir heute am 1. Mai traditionell die Walpurgisnacht feiern.

Ende Februar – liegt der Frühling schon in der Luft?

Mit dem Tag der heiligen Walburga verbindet sich also die Hoffnung auf mildes Wetter, das Bestand hat und den Frühling einläutet.

Noch jedoch ist es nicht soweit. Auch wenn in der neuen Woche gefühlt frühlingshafte Temperaturen erleben, so darf man den Winter noch nicht abschreiben. Es deutet sich einer neuer Kälteeinbruch an - der Märzwinter wird zunehmend wahrscheinlich.

Advertisement