Downbursts: Wie Fallwinde bei Gewittern Böen bis 240 km/h auslösen | Weather.com
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Downbursts erklärt: Die zerstörerische Kraft starker Fallwinde

Downbursts schießen mit enormer Wucht aus Gewitterwolken nach unten. Am Boden entfesseln sie zerstörerische Böen und richten in Minuten schwere Schäden an.

Luftaufnahme eines Hauses mit eingestürztem Dach und umgestürztem Baum auf dem Dach
Downbursts können extrem heftige und zerstörerische Schäden anrichten, die denen eines Tornados sehr ähnlich sind.
(GettyImage)

Innerhalb weniger Minuten können sie Bäume entwurzeln, Dächer abdecken und Windgeschwindigkeiten wie ein Orkan erreichen: Downbursts zählen zu den gefährlichsten Begleiterscheinungen von Gewittern. Anders als Tornados entstehen ihre Schäden nicht durch einen rotierenden Wirbel, sondern durch einen gewaltigen Fallwind, der mit enormer Kraft auf den Boden trifft.

Was ist ein Downburst?

Ein Downburst ist ein besonders starker Fallwind, der aus einer Gewitterwolke mit hoher Geschwindigkeit nach unten schießt. Trifft dieser Luftstrom auf den Boden, kann er nicht weiter absinken und breitet sich stattdessen schlagartig in alle Richtungen aus – vergleichbar mit einem Wasserstrahl, der auf eine feste Oberfläche trifft und seitlich auseinanderspritzt.

Dabei entstehen innerhalb kürzester Zeit äußerst kräftige Windböen, die schwere Schäden verursachen können. In besonders intensiven Fällen werden Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Kilometern pro Stunde erreicht.

Wie entstehen Downbursts?

Infografik mit schematischer Darstellung eines Downbursts, Wolke mit Abwind, aufgewirbeltem Staub, umgestürzten Bäumen und abgedeckten Dächern, dazu erklärende Textfelder und Piktogramme.

Die Ursache liegt in starken Abwinden innerhalb eines Gewitters: Besonders kalte und schwere Luft sinkt mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Boden. Dass die Luft schwerer wird, hat mehrere Gründe – Regentropfen und Hagelkörner ziehen die Luftmassen nach unten, gleichzeitig kühlt verdunstendes Wasser die Umgebungsluft zusätzlich ab. Auch das Schmelzen von Schnee und Hagel entzieht der Luft Wärme und verstärkt den Abkühlungseffekt.

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Die dadurch entstehende kalte Luftmasse sinkt immer schneller ab und entwickelt einen kräftigen Fallwind. Sobald dieser den Boden erreicht, wird die Luft seitlich verdrängt und strömt mit großer Geschwindigkeit nach außen – dabei können zusätzlich Turbulenzen und kleinere Wirbel entstehen.

Grundsätzlich werden zwei Arten von Downbursts unterschieden:

  • Nasse Downbursts treten gemeinsam mit starkem Regen oder Hagel auf.
  • Trockene Downbursts gehen dagegen oft mit wenig oder gar keinem Niederschlag am Boden einher – die Windböen können dennoch extreme Stärke erreichen.

Warum sind Downbursts so gefährlich?

Downbursts gehören zu den gefährlichsten Sturmphänomenen in Gewittern, weil sie oft völlig überraschend auftreten. Innerhalb weniger Minuten können sie extreme Windgeschwindigkeiten erzeugen und erhebliche Schäden verursachen – die Auswirkungen ähneln häufig denen eines Tornados. Umstürzende Bäume, beschädigte oder abgedeckte Dächer sowie zerstörte Stromleitungen zählen zu den typischen Schadensbildern.

Besonders gefährlich sind Downbursts außerdem für den Verkehr: Auf Straßen können plötzlich auftretende Sturmböen Fahrzeuge destabilisieren, auf Baustellen drohen umherfliegende Gegenstände. Für die Schifffahrt stellen die abrupt einsetzenden Sturmwinde ein erhebliches Risiko dar. Eine besondere Gefahr besteht zudem für Flugzeuge während Start und Landung, da die starken Fall- und Scherwinde die Kontrolle über die Maschine erschweren können.

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